«Endlich reden wir übers Hallenbad»

Die IG Erweiterung Hallenbad Bütschwil hat am Montagabend ihre erste Hauptversammlung durchgeführt. Neben den statutarischen Geschäften stand vor allem eines im Zentrum: Information. Nachdem die für November geplante Urnenabstimmung verschoben wurde, nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, sich vertieft mit dem Projekt und der aktuellen politischen Situation auseinanderzusetzen.

 

Präsident Adrian Gmür führte zunächst durch die statutarischen Geschäfte des Vereins, der im Oktober 2025 gegründet wurde und inzwischen rund 420 Mitglieder aus allen vier Verbandsgemeinden und darüber hinaus zählt.  Anschliessend stellte Aron Gerber, Präsident des Verwaltungsrates des Zweckverbandes, das Projekt «Sanierung mit Erweiterung» ausführlich vor und erläuterte die veränderte Ausgangslage sowie mögliche Szenarien für das weitere Vorgehen. Die ausführliche Projektvorstellung stiess auf grosses Interesse. In der Diskussion wurde mehrfach festgestellt, dass vielen bisher kaum bekannt sei, was konkret geplant ist.

Was bekommen wir für die Erweiterung?

Während die öffentliche Diskussion der vergangenen Monate stark von Kosten, politischen Differenzen und dem möglichen Austritt Lütisburgs geprägt war, rückte an diesem Abend erstmals das konkrete Projekt in den Mittelpunkt.

Dabei wurde deutlich, was die Erweiterung gegenüber einer reinen Sanierung zusätzlich ermöglicht: mehr Wasserfläche, ein Hubbodenbecken, Angebote für Kinder und Familien, einen erneuerten Saunabereich sowie einen barrierefreien Zugang. Heute stehen rund 400 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung, mit der Erweiterung wären es rund 560 Quadratmeter. Im Vergleich zu den Empfehlungen des Bundesamts für Sport fehlen auch mit der Erweiterung noch rund 300 Quadratmeter; es wird also nicht überbordet.

Auch die langfristige Betriebssicherheit beschäftigte die Versammlung. Die Verantwortlichen machten deutlich, dass die technischen Anlagen wie z.B. die Lüftung am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind. Der Badebetrieb kann heute nur dank des grossen und oft kreativen Einsatzes der Mitarbeitenden aufrechterhalten werden – Mitarbeitende, die selbst in einer unsicheren Situation stehen und trotzdem täglich dafür sorgen, dass der Betrieb weiterläuft. So müssen Ersatzteile teilweise mit grossem Aufwand beschafft werden. Oberstes Ziel bleibe es, den Badebetrieb aufrechtzuerhalten. Wie lange das möglich ist bleibt offen. Auch eine Schliessung gehöre zum Szenario.

Wunsch nach mehr Information

In der Diskussion zeigte sich ein deutliches Bedürfnis nach mehr Information. Endlich werde über das Projekt geredet, stellten die Mitglieder fest. Das Projekt und insbesondere die Unterschiede zwischen einer reinen Sanierung und der Erweiterung seien in der Bevölkerung noch zu wenig bekannt. Eine Wortmeldung brachte es sinngemäss auf den Punkt: Man sehe in der Presse viele negative Mitteilungen und Leserbriefe – deshalb müsse die Bevölkerung die Möglichkeit erhalten, das Projekt selbst und in dieser Tiefe kennenzulernen. Auch weitere Informationsveranstaltungen in den Verbandsgemeinden wurden angeregt.

Für IG-Präsident Adrian Gmür bestätigt die Diskussion den Auftrag der IG. Die kommenden Monate sollen genutzt werden, um das Projekt verständlich zu erklären, Fragen aufzunehmen und den Austausch mit der Bevölkerung zu suchen. Dabei gehe es nicht nur um die Kosten, sondern insbesondere darum, transparent aufzuzeigen, was eine reine Sanierung bedeutet und welchen zusätzlichen Nutzen die Erweiterung für Schulen, Familien, Vereine und kommende Generationen bringt.

Die IG hält unverändert am Ziel einer Sanierung mit Erweiterung fest. Der politische Fahrplan ist offen – umso wichtiger ist es, dass sich die Bevölkerung ein umfassendes Bild vom Projekt machen kann.

Bütschwil, 4. September 2026
IG Erweiterung Hallenbad Bütschwil